MännerLiebelei

TinderDate: Lottoschein.

Pech im Spiel, Glück in der Liebe heißt es. Umso bedauerlicher gestaltet sich jene Tinder-Geschichte, welche mir Nele neulich berichtete. Sie matchte mit einem Typen, schrieb mit ihm und wurde auch während des ersten Dates direkt ein wenig verblüfft. Denn nicht nur, dass die beiden äußerst adäquate Interessen teilten, nein, Er schien in vielerlei Hinsicht sehr perfekt.

Denn wenngleich wir uns alle immer als unfassbar aufgeschlossen bezeichnen, so können die wenigsten leugnen, dass sie auf Dauer mit maßgeblichen Diskrepanzen hinsichtlich etwaiger Lebenseinstellungen glücklich würden. Gemeint sind Laster wie rauchen oder eben auch eine ungeteilte Leidenschaft für fleischfreie Ernährung. Bei Nele und ihrem Match stimmte das tatsächlich sehr gut und so war sie guter Dinge, dass hier vielleicht mehrpassieren könnte.

Nunja. Sofern sie beide der Mut überkäme. Denn nach ihren ersten beiden Dates beschrieb Nele ihn als eher schüchtern. Eine wenig zündende Kombination, da auch sie nicht wirklich zu jenen gehörte, die eigensinnig die Initiative ergriffen. Was die beiden jedoch nicht wirklich zu stören schien, denn schlussendlich vergaßen sie ja trotzdem bei jedem Treffen die Zeit und wurden wieder zu Kinder. Denn nach einer bunten Naschtüte vom Kiosk überkam es die beiden und sie dachten sich Lottozahlen aus. Ja, sie forderten das Glück heraus.

Date Nummer drei sollte nun weiteren Fortschritt bringen: Abendessen bei ihr. Harmonisch-köstlich verging der Abend und es kam wie’s kommen musste. Er schlief bei ihr. Bei. Aber dennochliebevoll und mit entsprechend wenig Schlaf. Den nächsten Tag mussten folglich die Hormone richten…

Wehleidig klagten sich die beiden noch zur Mittagspause ihr Leid, dann folgte Stille. Stille und ein einsamer Lottozettel. Das Glück blieb auch bei ihm aus.

3 Kommentare zu „TinderDate: Lottoschein.

  1. „dann folgte Stille“
    .
    Klar, was passiert ist. Sie versuchte, es möglichst auszukosten, vom ihm gefunden und entdeckt zu werden und er bekam das schnell mit, begriff, daß er sich psychologisch was antun würde und ergriff die Initiative: good bye.

    Nur zugeben wird er das nicht: Männern fehlt da meistens das Selbstbewußtsein.

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