MännerLiebelei

TinderDate:Paul.

Anfang der Woche schrieb ich über jene Co-Abhängigkeit, in welche man sich vermeintlich begibt, wenn das Schreiben mit dem Match wirklich Freude bereitet. Man wartet sehnsüchtig auf die nächste Nachricht und missachtet jegliche Zweifel hinsichtlich einer etwaige Enttäuschung beim ersten realen Aufeinandertreffen.

Mit Paul und mir war das verhältnismäßig entspannt. Wir beiden hatten stets viel zu tun und so ergab es sich, dass wir statts langer Konversationen, welche möglicherweise im Geplänkel geendet wären, lange Texte austauschten, 1-2mal am Tag. Nach einer Woche des Schreibens stand nun unser Date an.

Neukölln, locker was trinken gehen. Der Klassiker, aber kein schlechter, wie ich finde. Paul erwies sich auch hier als aufmerksam und holte mich quasi ab, da wir an unterschiedlichen Ende der Bahnhaltestelle warteten und geleitete mich in eine wirklich gemütliche Kneipe.

Check. Hm, optisch wie zwischenmenschlich auf den ersten Blick weiterhin sympathisch. Wir gönnen und zwei Bier und erfahren mehr übereinander. Paul steckt inmitten seines zweiten Studiums. Von Mathe ging’s nun zu Informatik. Wenngleich er keineswegs den unentschlossenen Dauerstudenten darstellt, so wird dennoch deutlich, dass er seinen Platz noch lange nicht gefunden hat.

Was schade ist, aber wohl einmal mehr ein Zeichen sendet, dass wir hier nur als Freunde sitzen. Höflich verabschieden wir uns voneinander und ich bin einmal mehr froh darum, eine nette Bekanntschaft gemacht zu haben. Nett und ohne jegliche Co-Abhängigkeit.

5 Kommentare zu „TinderDate:Paul.

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