MännerLiebelei

Manchmal macht mir Tinder Angst.

Ich und die Tinderdates. Je bekannter mein Blog wird, umso häufiger widerfährt mir der Empfang „Ach, Briefkastenliebe, Du schreibst doch über Tinder!“. Klar, das tue ich und ich bin auch keineswegs böse drum, dass mich meine Leser damit identifizieren, denn immerhin sind die Tinderdates ein klares Alleinstellungsmerkmal meines Blogs. Und dass dieser auch noch mehr kann, haben die meisten ja dann doch auch auf dem Schirm.

Wenngleich ich nicht leugnen mag, dass mir die Tinder-Thematik durchaus Spaß bereitet, so muss ich doch auch gestehen, dass sie mir manchmal Angst macht. Vor allem dann, wenn die Geschichten, welche mir und meinen Freundinnen widerfahren, nicht mehr ganz so spaßig niederzuschreiben sind und sich von leichter Lektüre in mit Vorsicht zu genießende Dokumentationen des Dating-Wahnsinns verwandeln.

So mutierte das lockere Date einer Freundin im vergangenen Sommer kurzerhand zum nervtötenden Typ, welcher Stalker-Ambitionen an den Tag legte und zudem auch noch einem Freundeskreis angehörte, welcher alles dafür tat, meiner Freundin nach Äußerung ihrer verhaltenen Gefühle, öffentlich an den Pranger zu stellen. Aus locker wurde prekär und niemand hatte den Wahnsinn kommen sehen.

Aber auch bevor es ans Daten geht, kann Tinder schon mal gemischte Gefühle in einem hervorrufen. Ausgeblendet der Tatsache, dass die Absichten eines jeden Nutzers grundverschieden sein können, sind es manchmal allein die Bilder und Beschreibungen, welche einen erschrecken lassen. Mein bestes Beispiel hierfür: Ein halbnackter Pilot im Cockpit.

Nun sollte ich wohl erwähnen, dass ich etwas Flugangst habe. Die Tatsache, den Boden unter den Füßen zu verlieren, gehört nicht unbedingt zu meinen liebsten Gefühlen und so vermeide ich den Flugweg auch wirklich gern, sofern das möglich ist. Ein Grund mehr also, beim Tinder-Bild des halbnackten Piloten im Cockpit Gänsehaut zu bekommen. Wenn Monsieur Pilot allen Ernstes zu solchen Späßen am Arbeitsplatz bereit ist, so möchte ich bei meinen kommenden Reisen einmal weniger den Blick ins Cockpit werfen. Ich hoffe inständig, dass es sich hierbei um ein Unikat handelte.

6 Kommentare zu „Manchmal macht mir Tinder Angst.

  1. Das verstehe ich voll und ganz. Das ist genau der Grund, warum ich meine Dates „auf der Straße“ ausmache.
    Mal ehrlich: Ich fühle mich wesentlich wohler damit einen Menschen zwanglos draußen (Einkaufspassage, Club, Bar…) zumindest schon mal gesehen zu haben. Ein paar Worte gewechselt zu haben…
    Denn es ging wirklich zig Frauen, bei denen ich im Gespräch noch flüchte.
    Auch wenn es mega viel Überwindung kostet das so zu machen wie ich, hast Du doch einen Filter, um die ganz bösen Jungs beiseite zu schieben, und zwar VOR dem ersten Date.
    Ich verstehe, dass Tinder sehr simpel ist. Gerade für eine Frau ist das sehr komfortabel, aber einfach können auch die „doofen“ oder „bösen“ Jungs. Leider nicht nur die Traumprinzen. 😉
    Wenn Dir draußen ein Junge gefällt, dann sprich ihn einfach an. Das hat etwas Magisches, weil das einem Mann im Leben vielleicht 2 oder 3 mal passiert. Wie Du die eigene Angst überwinden kannst, das erfährst Du bei Bedarf in meinem Blog… 😉
    Wäre doch mal einen Test wert, oder?
    Und Du wirst sehen: Das letzte, das du brauchst, ist dann noch Tinder…

    Gefällt 2 Personen

  2. Haha, soll es unbedingt ein Unikat sein, ich hab einen Freund, der in Aviatik arbeitet und ab und zu machen sie die Spielereien im Flugzeug 😀 Also keine Sorge nächstes Mal du fliegst!
    LG
    Lulu

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