Couplegoals.

#couplegoals 01: Eltern werden.

heute sprech ich es an

Heute Sprech Ich Es An

HEUTE SPRECH ICH ES AN

Nur wie genau?

Spätestens wenn der Baby-Wunsch in einem Teil der Beziehung unendlich groß wird, ist es wohl dringend an der Zeit, das Thema konkreter mit dem/der Partner/in zu besprechen. Das klingt für viele zunächst leichter gesagt als getan, denn selbst wenn wir uns sonst sehr wohl in unserer Beziehung fühlen, so ist und bleibt das Thema Baby ein sensibles. Fühlt sich der/die andere ebenso bereit für diesen großen Schritt? Haben wir dieselbe Vorstellung über ein mögliches Timing? Wie würde ich mit einer etwaigen Zurückweisung umgehen? Wenngleich man irgendwann einmal über den „Parameter Baby“ in der Beziehung gesprochen hat, so können konkrete Gedanken dazu doch gern mal eine kleine Panik aufkommen lassen. Umso verständlicher ist es wohl, dass sich jener Teil der Beziehung, welcher das Baby-Thema nun auf den Tisch bringen möchte, Sorgen ob der Reaktion darauf macht. Natürlich kann man alledem entgegnen, dass es mit der/dem „Richtigen“ nie ein Problem sein dürfte, vermeintlich sensible Themen anzusprechen. Jedoch bleibt trotz alledem die individuelle Vorstellung des „perfekten Timings“. Denn auch wenn es das niemals gibt, kann es ja dennoch der Fall sein, dass ein Teil der Beziehung vor dem großen Schritt noch einen anderen Meilenstein für sich erreichen will, um sich danach wirklich bereit zu fühlen.

Auch mich hat jenes Thema sehr beschäftigt und es hat mich eine ganze Weile gekostet, um den für mich besten Weg des Ansprechens zu finden. Schlussendlich war es ein Brief, welcher mir half, meine Gedanken und Wünsche an meinen Partner bestmöglich zu formulieren. Ein Weg, welchen ich sehr gern für solche Herausforderungen wähle und der in diesem Fall auch zu einem guten Gespräch mit meinem Partner über die Thematik führte.

Sicherlich ist das nicht für jeden das Mittel der Wahl, aber vielleicht zumindest eine Idee für ein paar von euch, die sich aktuell in einer ähnlichen Situation befinden.

Nachdem wir nach und nach unsere freudige Nachricht meiner Schwangerschaft mit Freunden und Familie geteilt hatten, erfuhr ich in Gesprächen mit meinen Freundinnen auch mehr über deren Herausforderungen. Trieb sie doch ebenso die Sorge um, wie ihre Partner wohl auf die Frage nach einem konkreten Baby-Timing reagieren würden. Dabei fiel mir teilweise mit Verwunderung auf, welche Abhängigkeiten sie ihren Gedanken beschrieben:

„Ich glaube, Max fühlt sich noch nicht bereit dazu. Ich sollte damit wohl besser noch etwas warten, bis wir auch noch ein wenig länger zusammen gewohnt haben“

„Ich möchte Alex damit jetzt auch nicht so überrumpeln. Ich vermute, für ihn ist das noch garnicht so das Thema.“

Fair enough, Mädels, aber euch wäre eine Absprache dazu doch jetzt nun einmal wichtig!

Sicherlich ist es im Nachhinein immer leichter, andere zu bestärken, wenn man es selbst schon abgeklärt hat. Selbstverständlich sehe ich weiterhin die Herausforderung darin und habe auch keineswegs vergessen, wie ich mich fühlte. Nur stand für mich auch eines mit Überreichen des Briefes fest: Mir ist dieses Thema wichtig und das wird auch meinem Partner bewusst sein, folglich werden wir es im Anschluss auch mit allem Respekt diskutieren. Bei Aussagen wie denen meiner Freundinnen jedoch, beschleicht mich ein wenig die Sorge, dass ihre Beziehung nicht vollends auf Augenhöhe stattfindet. Denn selbstverständlich müssen die Emotionen beider zum Baby-Wunsch berücksichtigt werden und wir Frauen müssen uns bewusst darüber sein, dass sich Männer zuvor teils weitaus weniger mit der Thematik auseinandergesetzt haben, als wir es ab einem gewissen Zeitpunkt spätestens jeden Monat einmal tun. Nur sollte das doch kein Hindernis für eine faire Diskussion sein. Vielmehr erscheint es genau aus diesem Grund ungemein wertvoll, sich der Herausforderung einer Diskussion zu stellen, um damit seinen Partner ebenfalls bewusster mit dem Thema zu konfrontieren und ihm den Raum zu geben, sich bewusster mit dem realen Gedanken an den eigenen Nachwuchs auseinander zu setzen.

Und hey, am Ende scheint es doch bei den meisten gut auszugehen, immerhin werden die meisten Paare, welche es wollen, über kurz oder lang Eltern 😉

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