analog

Zukunftspoesie.

Während meiner Masterarbeitsphase verfasste ich folgende Zeilen:

Zukunft.

Sie rennt. Sie flieht. Es kommt immer näher. Ist schon viel zu nah.

Die Zeit wie Sand. Wie ein Laufband, das wie durch Geisterhand immer schneller geschalten wird. Es soll aufhören brülle ich aus Leibeskräften! Ich möchte stehen bleiben, einen Moment verweilen.

Zu viel. Zu schnell. Viel zu schnell.

Wohin? Wohin laufe ich eigentlich?

Ein Ende. Es wird kommen, es naht. Nur was kommt danach? Absagen, Abschlussarbeit, Aussichtslosigkeit, Angst.

Ungewissheit plagt meine Gedanken und dennoch renne ich auf sie zu. Dem furchteinflößenden Unbekannten entgegen, immer wieder neue Kraftreserven schöpfend

und Hoffnung. Auch sie ist zum Glück oftmals mein Begleiter.

Heute ist diese Zukunftspoesie aktuell wie nie.

Bald endet ein neuer Abschnitt für mich. Was danach kommt? Nun, diese Frage bleibt bislang unbeantwortet.

Es beunruhigt mich, dass ich diesmal nicht weiß, was als Nächstes kommen wird. Dennoch bin ich neugierig und im Grunde auch sehr im Reinen mit mir. Was mich wirklich belastet, ist diese augenscheinlich existierende gesellschaftlich Konvention, welche mich unter den Druck setzt, immer eine sozial erwünschte Antwort auf die Fragen meiner Umwelt parat haben zu müssen.

Nein, ich habe keinen sicheren Plan. Nein, ich weiß nicht, was folgen wird.

Aber ja, Zuversicht trage ich im Herzen. Neugierde und Träume. Und die Stärke, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und wer weiß, vielleicht ist es gar nicht so schlimm wie alle meinen, wenn man doch mal auf Pause drückt?

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