Fernweh

Adventourism.

Gestern stolperte ich über diese fabelhafte Bezeichnung im Instagramprofil einer Bekannten: „Adventourist“. Wundervoll. So möchte ich mich auch bezeichnen. Immer auf der Suche nach einem neuen Reiseabenteuer. Mitten in der Nacht am Flughafen, Sonnenaufgang über den Wolken, mit dem Bus quer durch andere Länder, Brunch im Hyde Park oder unter dem Eiffelturm. Yeah! Backpacking rulez!
Doch wie stellt man das am geschicktesten an? Wie integriert man seine Reiselust clever in den Alltag? Wie nutzt man auch die kleinste Lücke im Kalender? Und vor allem: wie geht man bei all dem Fernweh nicht pleite?

Das Universalrezept für Jedermann gibt es natürlich nicht. Aber für mich und meine Begierde nach dem Unbekannten habe ich so manche Tricks gefunden, die das Adventourist-Sein zumindest einigermaßen gut balancieren lassen:

*Use every network.

Netzwerken ist nicht nur im Job eine obligatorische Sache. Und mein Rat gilt hierbei in zweifacher Hinsicht. Freunde machen ein Auslandssemester? Bekannte starten in einen neuen Job und ziehen dafür in eine neue Stadt? Eure Chance! Ich selbst liebe Besuch, meine Freunde und Bekannte haben bei mir immer ein Bettchen und ebenso wird auch mir regelmäßig Obhut gewährt. Auf diesem Wege habe ich bereits viele Kurztrips machen dürfen und kann selbiges nur jedem empfehlen: jeder freut sich über Wiedersehen:)

Alternativ steht natürlich ein großes internationales Netzwerk zur Verfügung: Airbnb 😉 Wählt selbst, welche Option für euch am besten passt!

Die zweite Art von Netzwerken bezieht sich auf das World Wide Web. Dieses stellt jedem Reisewilligen unzählige Optionen zur Verfügung. Man muss natürlich immer ein wenig abwägen, wie gut das entsprechende Angebot tatsächlich ist, jedoch sind Seiten wie Urlaubsguru oder Urlaubspiraten schon mal gute Anlaufstellen, wenn es darum geht, günstig ein neues Abenteuer anzugehen. 

*Take your time. 

Verknüpfe Spaß mit Arbeit. Das habe ich vor allem als Abiturient und Studi ausgiebig gelebt. Als Pädagogin im Herzen fiel das auch keineswegs schwer. Jede Freizeit verbrachte ich als „Teamer“ für Organisationen wie TUI, RUF und Europartner. Ich arbeite für mein Leben gern mit Kindern und Jugendlichen zusammen und dieser geniale „Nebenjob“ verknüpfte pädagogische Praxis mit einer guten Portion Auslandserfahrung. Statt teures Geld für Ferne und Unterkünfte zu bezahlen, arbeitete ich dort, wo andere Urlaub machen. Natürlich obliegt einem entsprechende Verantwortung und Verpflichtungen haben oberste Prio, aber selbst damit war es für mich immer perfekt und ich möchte keine Reise missen.

*Be prepared. 

Zum Rundum-Sorglos-Paket des Adventouristen gehört neben der Reisekoordination auch das passende Equipment. Das kann mächtig ins Geld gehen und birgt zudem auch etliche Fragen. Ein hilfreicher Tipp ist allerdings, dass es durchaus dieses „GutundGünstig“ gibt, wenn ihr nicht total auf eine Marke fixiert seit. Hierfür empfehle ich aus eigener Erfahrung DECATHLON. Ein super Online-Handel, den es inzwischen auch in einigen deutschen Städten direkt zu finden gibt. Hier finden sich gute Schnäppchen, wenn ihr euer Reiseequipment mal wieder aufstocken möchtet.

*Don´t miss a chance.

Zugegeben, nicht jeder hat so unglaublich viel Freude daran wie ich, einfach mal aus Spaß auf Seiten wie Skyscanner oder Busliniensuche nach Reiseschnäppchen zu schauen. ABER: als viel zu schnell gelangweilter Mensch, der seinen regelmäßigen Ausflug braucht, gehört das mit dazu. Und schlussendlich sind diese Netzwerke immer eine wahnsinnige Hilfe, denn sie bieten euch einen schnellen Überblick an kostengünstigen Verbindungen UND nicht nur in Deutschland gibt es diese Netzwerk-Seiten. Solltet ihr eine Länderspezifische Suche starten, dann versucht auch immer, ob das jeweilige Land ein adäquate Seite anbietet!

Obendrein möchte ich mit diesem Punkt sagen: akzeptiert nicht immer die erste Preisauskunft. Auch Seiten wie die der DB haben mehrere Gesichter. Spielt ein wenig mit Umsteigezeiten, Reisewegen oder Verkehrsmittelauswahlen und ihr werdet merken: da geht oft noch was! UND nicht vergessen: es gibt auch noch Alternativen: Ltur-Bahn oder auch regionale Bahnen haben auch nette Angebote. Und ebenso bei Bahnpreisen solltet ihr Angebote aus dem Ausland checken. Das kam bspw. mir und meinem Reisekumpel zu Gute, als wir eine Tour durch Österreich gemacht haben. Die ÖBB und ihre Konkurrenten haben uns teilweise sehr attraktive Verbindungen bereitgestellt.

Bei Reisen mit der Bahn bleibt auch immer die Alternative Interrail. Super Geschichte, aber hierbei darf man nie den Vergleich vergessen. Bspw. bietet Polen ein Mehrtagesticket für das ganze Land an, welches dann doch ein wenig billiger kommt, als ein Interrailticket.

*Never hesitate to spend your time on a new adventure! 

Leider kann ich unter diesem Punkt wieder nur an alle Studies appellieren, aber falls euch diese Möglichkeit noch offen steht, versucht euer Glück. Große Firmen wie Red Bull bieten wahren Adventouristen hin und wieder DIE Gelegenheit. Auch in diesem Frühjahr gab es wieder die Chance, sich für eine Challenge zu bewerben. Ihr reist mit NICHTS außer einer Summe X an Red Bull Dosen. Sie sind eure Reiseversicherung. Eure Challenge: von irgendeinem Ort in Europa (an dem man euch „aussetzt“) durch geschickten Tauschhandel zurück nach Berlin kommen. Wenn das mal kein Abenteuer ist!!

Ihr habt ebenfalls noch gute Tipps auf Lager? Immer her damit!

Andernfalls: Frohes Explorieren, ihr Adventouristen!

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