analog · Kaffeekolumne

Kölsche Kulinariographie.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie selbst vermeintlich große Städte in unserer Wahrnehmung schrumpfen, wenn wir einmal kreuz und quer durch ihre Straßen gezogen sind. Dies ist nun der zweite ausgiebige Spaziergang, welchen ich mit Christin durch Köln mache und wir sind beide sehr verblüfft, wie nah Rhein, Belgien und absurd prunkvolle Bauten doch zusammenliegen.

Unser Spaziergang war dringend notwendig. Warum? Tja. Das liegt leider in der Natur der Sache. Treffen sich zwei Bloggerinnen mit gourmetösem Gaumen zum Abendessen, kann das wohl weder für Kalorienbilanz noch Geldbeutel richtig gut sein. Die süße Seele jedoch ist hocherfreut, denn es war köstlichst.

Begonnen wurde unser Abend in der Bay Area Burrito Company in der Nähe des Rudolfplatzes. Mein Stammlokal, wenn ich Hunger auf Burritos habe. Und vielleicht bald auch das von Christin, denn bislang führte sie jeglicher Burrito-Hunger zu BurritoRico. Nach dem Verzehr eines mehr als sättigenden Baby-Burritos jedoch, ist auch sie vom Geschmack meines Lieblingslokals begeistert. Vor allem, da es wohl ein wenig günstiger ist und zugleich einen Ticken leckerer. Hinsichtlich des Ambientes sei jedoch angemerkt, dass BurritoRico im Gegensatz zur Bay Area Burrito Company eher zum Verweilen einlädt, wohingegen man sich in meinem Stammlokal eher kurzweiliger vergnügt.

Nicht schlimm für uns, denn so kann mit dem Nachtisch gleich noch eine neuen Lokalität getestet werden. Kaum fünf Minuten entfernt, stolpern wir dazu ins Kaffee Krema. Dieses türkische Café ist tatsächlich ein Mekka für Kalorienfreunde. Hier gibt es mächtige Torten und auch Baklava, deren Größe jenseits dessen liegt, was man von der Dönerbude um die Ecke gewöhnt ist. Nach kurzer Beseitigung etwaiger Gewissensbisse, fällt unsere Wahl auf ein Stück Schoko-Nougat-Torte sowie Sahne-Karamel. Und ja, die Namen sind Programm. Daher auch der Ratschlag, diese Kalorienbomben eher auf nüchternen Magen zu verzehren, als nach einem Burrito mit Extra-Guacamole. Zudem ist es ratsam, im Kaffee Krema eher im Außenbereich einen Platz zu suchen. Andernfalls ist das Ambiente tatsächlich recht modern-türkisch mit einem Hang zu leichtem Kitsch und ein wenig Diner-Style, da permanent HipHop vergangener Tage aus den Boxen erklingt. Die Tortenstücke jedoch erobern Augen und Gaumen in jedem Fall!

Um der Wirkung von Torte und Burrito ein wenig zu trotzen, schloss sich an dieses Lokal nun der bereits angeklungene, ausgiebige Spaziergang durch mehrere Kölner Veedel an. Vom Belgischen Viertel, vorbei am Mediapark, zum Ebertplatz, durch die Clever Straße (toller Name;)) entlang am, noch immer Hochwasser-geprägten, Rhein. Von dort ging es dann noch auf einen Absacker in Peters Brauhaus. Dieses ist übrigens auch für eine interessante Lektion gut, denn jenseits der großen Fußball-Leinwand, findet man hier tatsächlich einen Fernseher auf der Damentoilette, auf welchem Comedy Central läuft! Wem dieses Unterhaltungsprogramm dienlich sein soll, war am Ende nicht so ganz eindeutig. Der entnervten Gattin des Fußball-Narren oder der Klo-Frau? Nun ja. Witzig ist das auf jeden Fall und ein weiterer, fabelachtiger Tag mit Christin.

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