MännerLiebelei

TinderDate: Scham? Wat war dit nochma?!

Die Erfahrung mit meinem Donnerstagsdate tat weh. Keine Frage. Aber es ist OK. Und um das meinem Unterbewusstsein noch einmal eindrucksvoll zu demonstrieren, gibt’s direkt eine Konterrunde Tinder. Einen schönen Ablenkungschat kann ich vertragen. Und wenn’s hilft, warum nicht?!

Mit augenscheinlichem Erfolg: Ich matche prompt mit mehreren Herren und habe schwuppdiwupp ein neues Date vereinbart. Samstagnachmittag treffen ich Daniel. Er lebt in Köpenick und weil ich stets neugierig bin und mich schlussendlich ja zuvor bereits ausreichend in meinem Kiez blamiert habe, finde ich seinen Vorschlag einer kleinen Exkursion am Rande Berlins sehr gut. Und in der Tat, Köpenick ist ganz schnucklig. Hier finden wir auch prompt ein schönes Café, welches unseren grauen Samstag erheitern soll. Direkt am Kamin unterhalten wir uns über dies und das und eigentlich ist das auch ganz schön.

Allerdings ist mir zu diesem Zeitpunkt schon längst klar: Mehr als einen Kaffee werde ich mit Daniel nicht trinken. Daniel ist für meinen Geschmack ein wenig zu klein, hat einen stark ausgeprägten Brandenburger Dialekt und sein stärkstes Unsexy-Argument: Er glaubt stellenweise sehr stark an Stereotypen. So ist er beispielsweise davon überzeugt, dass mehr als die Hälfte aller Frauen nicht Autofahren können und findet auch prompt den passenden Spruch, als ich erwähne, auf Toilette zu müssen. Mario Bart hätte für sein nächstes Progrmm direkt mitschreiben können.

Und auch vor Fäkal- und vermeintlichen Tabuthemen scheut er sich nicht beim 1. Date. So bin ich nun bestens im Bilde, dass er lieber zu Hause sein Geschäft verrichtet, seine Eltern gern Sex in der Küche haben und er es überaus normal findet, in der Dusche zu pinkeln. Aha. Danke dafür.

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