MännerLiebelei

TinderDate: Komm auf den Punkt.

Ich brauch erstmal wieder ’ne Tinderpause.

Ja, ich kann meine Freundin Tina unglaublich gut verstehen. Vor allem, da sie immer wieder einem bestimmtem Typ Tindermatch begegnet: Den nichtssagenden Schreiberlingen.

Meine Antipathie gegenüber zu schreib-euphorischen Herren habe ich bereits des Öfteren zum Ausdruck gebracht. Jedoch handelte es sich dabei meist um Typen, die stetig zu viel von sich mitteilen mussten. Bei Tina sieht die Sache noch ein wenig anders aus. Ihre Schreib-Matches verlaufen wie folgt:
Man matcht, tauscht sich aus, Tina regt ein erstes Treffen an, man trifft sich.

Bis hierhin alles fein.

Auch nach dem Treffen scheint es nicht schlecht weiterzulaufen. Denn wenn es ein gutes Kennenlernen war, meldet sich der Herr auch ganz gern danach noch einmal bei Tina. Hocherfreut ob dieser Tatsache, überlässt sie nun die Frage nach dem nächsten Treffen nur zu gern dem Herren, welcher sich ja schließlich auch wieder gemeldet hat und ebenfalls nicht abgeneigt von ihr scheint.

Doch was nun folgt ist lediglich heiße Luft. Mann schreibt, könnte es aber eigentlich auch lassen, denn mehr als ein beinah täglich frequentiertes „Was geht?“ Kommt nicht durchs Netz. Nach einem Warum möchte ich hierbei gar nicht mehr fragen, denn da Tina über diese seltsame Spezies Tindermatch bald Strichliste führen kann, ist mir nur nach heftigem Kopfschütteln zu Mute. Verstehen kann man es einfach nicht.

7 Kommentare zu „TinderDate: Komm auf den Punkt.

  1. ätzend..kenne ich auch nur allzu gut und ich glaube, das ist schlichtweg die warmhaltetaktik, wenn man den anderen irgendwie gut, aber nicht überzeugend findet. vermutet habe ich das schon immer, aber so richtig bewusst wurde mir das gerade erst wieder, da ich mal zur abwechslung mal wieder jemanden date, der sein interesse eindeutig zeigt und nicht viel raum für interpretationen lässt.

    Gefällt 2 Personen

  2. Ja, es gibt schon sonderbare Menschen. Ich finde, wenn man sich versteht, das Treffen gut war und sich doch eigentlich beide wiedersehen wollen, dann sollte man doch alles in die Realität verlegen. Denn das ist es doch, was zählt. Sonst kommt man auch nicht voran.
    Zum Thema schreiben generell: Ich denke, es ist ein schmaler Grad zwischen zu viel und zu wenig, gerade am Anfang des Kennenlernens. Manchen ist es zu viel, andere denken, „meldet der sich überhaupt noch“? Gerade zu Beginn will ein Gespräch doch am Leben gehalten werden und mal will viel vom Gegenüber erfahren. Nur darf der Zeitraum des Schreibens meiner Meinung nach nicht zu lange andauern. Irgendwann sollte man sich dann schon treffen, sonst schläft das ganze ein. Auch ist die Gefahr, dass man sich in die Person von Schreiben her verliebt, es in der Realität nicht passt und man das ganze hätte abkürzen können.

    Gefällt 3 Personen

      1. Ich finde, das führt zu 98% ins leere, weil entweder irgendwann die Luft raus ist oder aber, weil es in der Realität nicht passt. Man interpretiert in etwas geschriebenes oft auch andere Dinge hinein weil man einfach nicht weiß, wie er oder sie das jetzt gemeint hat.

        Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.