Mamaleben.

Food with Benefits: Die Louwendiät.

Kaum ist man schwanger, findet man sich schnell in einem Meer voller Ratgeber, schlauer Tipps & ach so wichtigen Empfehlungen aller Art wieder. Was davon wirklich zählt, sollte meiner Meinung jeder für sich selbst herausfiltern, hierzu möchte ich auf keinen Fall irgendwelche Empfehlungen aussprechen. Vielmehr möchte ich in diesem Artikel kurz meine Erfahrungen mit einem ganz speziellen Part der Schwangerschafts-Ernährung mit euch teilen: Die Louwendiät. Oder auch: DIE Ernährung, welche auch viele Hebammen gegen Ende der Schwangerschaft aus verschiedensten Gründen empfehlen.

Worum geht es? Ganz basic beschrieben, empfiehlt die Louwen-Ernährung, ab den 30er Wochen der Schwangerschaft auf Weizen und Industriezucker zu verzichten. Jener Verzicht soll schlussendlich zu einer kürzeren, termingerechten, schmerzfreieren Geburt führen. Ein Träumchen, oder?

Hintergrund dessen ist, dass Zucker in unserem Körper Entzündungen fördert und zudem das freigesetzte Insulin aus dem Zuckerstoffwechsel an den selben Rezeptoren andockt, wie das Hormon Prostaglandin. Dies sorgt in den Endwochen der Schwangerschaft dafür, dass alles geschmeidig wird im Körper der Schwangeren und sich der Unterleib bestmöglich auf die bevorstehende Geburt vorbereiten kann. Übt sich die werdende Mama nun in entsprechendem Verzicht, kann das Hormon bestmöglich wirken und damit schlussendlich jener Effekt gefördert werden, welchen wir uns doch alle wünschen würden: Eine termingerechte, „kurze“, schmerzfreie Entbindung.

Für mich erschien diese Darlegung plausibel und selbst wenn man hinterfragen kann, ob die Benefits alldessen wirklich eintreten werden, so bleiben doch noch weitere Vorteile, welche für mich Grund genug waren, meine Ernährung streng nach Louwen ab der 34. Schwangerschaftswoche umzustellen. Immerhin bedeutet zuckerfrei auch jenseits einer Schwangerschaft, weniger Entzündungen im Körper zu haben. Folglich kann bspw. die körperliche Regeneration der frisch gebackenen Mama nach den Strapazen der Geburt deutlich besser funktionieren und obendrein dürfte klar sein: Wer sich bewusst ernährt, nimmt auch keine sinnlosen Babypfunde zu. Denn sind wir mal ehrlich: So ein kleines bisschen verlockend kann es schon sein, die Schwangerschaft als Legitimation zum Schlemmen zu nutzen, insbesondere, wenn sie wie bei mir unter anderem in die Vorweihnachtszeit fällt. Aber hier war ich raus! Sämtliche Gelüste wurden für die Zeit nach der Entbindung aufgeschoben und es wurde bewusst gegessen.

Und der Effekt? Nun, wie schon geschrieben: So ganz kann man natürlich nie sagen, welchen Effekt man konkret mit der Ernährung erzielt hat. Daher kann ich euch nur kurz umreißen, wie ich die Geburt sowie die erste Zeit der Regeneration erlebt habe.

Schlussendlich waren es bei mir knapp sieben Stunden ab „richtigem“ Wehenbeginn (regelmäßig, alle 5 Minuten), welche es brauchte, bis wir unser kleines Wunder in den Armen halten durften. Eine Zeitspanne, welche man beim ersten Kind durchaus als “schnell“ bezeichnen möchte. Zudem wurde unser Kind vor Termin geboren. Hinsichtlich der Schmerzen kann ich keine wirkliche Aussage treffen, denn hierzu bräuchte man zum einen den Vergleich und zum anderen darf nicht vergessen werden, dass jeder ein anderes Schmerzempfinden verspürt. Ich für meinen Teil kann sagen: Es war selbstverständlich schmerzhaft, aber auch ohne weitere Interventionen als eine warme Badewanne zu meistern und das wohl wichtigste: Ich würde es wieder tun. Hinsichtlich der Schmerzen denke ich aber auch, dass es eine Frage des Mindsets ist. Wer spontan entbinden kann und die richtige Einstellung zu diesem überaus natürlichen Vorgang besitzt, kann damit gewiss immer auch viel Gutes bewirken.

Was ich über die Zeit danach sagen kann: Ich habe meine Schwangerschaftspfunde, welche sich insbesondere im Louwen-Zeitraum nicht mehr wahnsinnig potenziert haben, wirklich in nullkommanichts verloren und hatte auch sonst das Gefühl, dass sich mein Körper zwar geschafft, aber keineswegs “kaputt“ anfühlt. Insofern würde ich behaupten wollen, dass es in jedem Fall einen gewissen Effekt mit sich bringt, die Louwendiät am Ende der Schwangerschaft zu befolgen.

Solltet ihr nun Lust haben, das Experiment ebenfalls zu wagen, dann findet ihr hier bereits einige Rezeptideen. Weitere werden in den kommenden Wochen folgen, denn auch jetzt, einige Wochen nach der Geburt, möchte ich mich wieder bewusst ernähren. Unter all dem Schlafmangel, wenig Bewegung und keiner wirklichen Möglichkeit zu Sport, möchte ich zumindest auf diesem Wege meinem Körper etwas Gutes tun und damit auch der Müdigkeit etwas entgegenwirken.

2 Kommentare zu „Food with Benefits: Die Louwendiät.

  1. Ich glaube, dass diese Ernährungsumstellung eine gute Sache ist, ob schwanger oder nicht. Weißer Zucker und Weizenmehl sind einfach nicht als gesunde Lebensmittel bekannt.
    Aber der Zeitpunkt der Entbindung ist nicht nur von der Ernährung abhängig. Da gibt es noch ganz andere Parameter.

    Ich wünsche dir eine gute Zeit!
    LG
    Sabiene

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    1. Definitiv. Da bin ich ganz bei dir & genau aus diesem Grund achte ich auch jetzt weiterhin sehr darauf, was ich esse. Denn jetzt hilft es mir auch sehr für mein Energie-Level, um bei all dem Schlafmangel fit zu bleiben.
      Und natürlich ist der schlussendliche Entbindungstermin von viele Faktoren abhängig – darum ja auch mein Fazit, dass ich die Ernährung einfach gute Grundlage für Fitness der Schwangeren sowie eine gute Regeneration nach der Geburt sehe 😉

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