Fernweh

Powertravelling – Teil 2: Rotterdam.

Es ist dunkel, nass, kalt und wir sind viel zu früh angekommen. Mir ist kalt und das trotz Fleecejacke, normaler Jacke und Fleecedecke um mich gewickelt. Aber mir geht es gut, wenngleich sich erste Blasen an meinen Füßen bemerkbar machen (Das hat auch schon mal besser geklappt, Nike) und die Fahrt verlief ruhig. Keinerlei Vorkommnisse, vor allem nicht, während wir in Antwerpen hielten. Kurz danach sind wir dann auch noch kontrolliert worden an der niederländischen Grenze und dann problemlos weitergefahren. 

Jetzt ist es kurz vor 6 und außer ein paar torkelnden, feiermüden Menschen sind die Straßen leergefegt. Mein Plan: auf zum Hafen und mit positiven Gedanken die Wolkendecke zum Aufbrechen überreden. Meine Laune wird auf dem Weg auch ohnehin besser, denn ich liebe es, die schönen Backsteinbauten zu betrachten und empfinde auch meine Einsamkeit auf den Straßen nicht mehr unangenehm. Im Hafen angekommen sind nicht nur meine negativen Gedanken verschwunden, auch die Wolken folgen meinem Wunsch und lassen den Himmel aufklaren. 

Ich laufe über die Erasmusbrücke und beschließe eine große Runde durch den Hafen zu laufen. Auf meinem Weg begegnen mir viele Jogger und ein Zeitungsjunge. Schön ist das und es wird zunehmend schöner, je mehr sich die Wolken von Himmel verziehen. Nach meiner ausgiebigen Hafentour begebe ich mich wieder in Richtung Stadtzentrum. Bereits beim Anblick der verschlossenen Türen der Markthalle bin ich mir sicher, dass ich hier heut noch viel Zeit und Geld lassen werde.

Erstmal ein Kaffee. Koffein, Frühstück und ein WC zum Frischmachen. „Coolsingel“ einen besseren Straßennamen hätte meine Frühstücksadresse nicht haben können. Gestärkt begebe ich mich in die Einkaufsstraße von Rotterdam. Auch hier begegnen mir städtische Wachen, die wohl auch hier für Sicherheit sorgen sollen. Ich bummle durch die Straßen und besorge nun auch mal ein paar Ostergeschenke, denn immerhin ist das Hasenfest ja auch in wenigen Tagen.

Inzwischen hat auch die Markthalle geöffnet und ich bin endgültig beschäftigt für den heutigen Tag: Käse, Obst, Gewürze – Kulinarik ohne Ende und ich mitten drin. Fabelhaft. 

Nachdem ich einige Schätze erworben habe, ist es außerhalb der Halle leider nicht schöner geworden und beginnt zu nieseln. Passend zum Wetter suche ich mir ein schönes Lokal für eine wärmende Suppe. Da mir diese abgefahrene Kombination aus Brühe, Dinkelreis, Käse und Gemüse sehr gut geschmeckt hat, werde ich euch sicher bald mit einem Nachkoch-Rezept beglücken! 

Um 16 Uhr geht mein Zugreise nach Deutschland los. Ich muss mehrere Male umsteigen und entdecke meine Begeisterung für die niederländische Bahn. Pünktlich, organisiert und allesamt furchtbar freundliches Personal. Sehr zu empfehlen! Und natürlich erlebe ich direkt an der deutschen Grenze beim Umsteigen das große Kontrastprogramm. Ausfälle, Verspätungen und bangen um einen passenden Busanschluss nach Hause. 

Als ich um 21Uhr in meiner WG angekommen bin, war ich einfach nur platt. Überwältigt von unzähligen Eindrücken, froh, wieder heil daheim zu sein und dankbar für die warme Dusche, die ich förmlich schon rufen hörte, als ich den Schlüssel in meine Wohnungstür steckte. 

Rotterdam in Kürze:

*sehr übersichtliche Stadt
*Touristeninfo direkt am Bahnhof und auch in der Innenstadt nochmals gut zu finden, kleiner Nachteil: auch hier sind Stadtpläne käuflich zu erwerben, aber dank optimaler Beschilderung kann man sich das auch sparen
*eignet sich perfekt für einen ausgiebigen Spaziergang durch den Hafen 
*Must-See: Erasmusbrug und DIE MARKTHALLE – ein Paradis für Feinschmecker und Freunde des guten Essens
*Ideales Ziel für einen gemütlichen Tagesausflug

   

    
  

 

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