Postkartonale Umzugskolumne

VomSuchenUndFinden.

Noch einmal tief durchatmen und LOS! Alle nötigen Suchfilter bei WG-Gesucht aktiviert und dann auf ins Gewühle! Mal sehen, was mich hier erwartet.

Ich bin mir gar nicht so sicher, was ich über die WG-Suche in Berlin genau denken soll. Ja, es wird eine Herausforderung. Ja, in der Hauptstadt herrscht schon lange nicht mehr das Mietschlaraffenland, aber dennoch sollte es Köln noch größtenteils unterbieten, wenn es um die Mietpreise geht, oder nicht? Meine Grenzen sind hierbei recht großzügig, dank meiner Berufstätigkeit kann ich entspannt herangehen und erfreue mich stattdessen eines doch sehr gut bezahlbarem Angebot an Einträgen.

Mieten zwischen 270 und 500€ für um die 20-25qm Zimmergröße, das klingt fair. Zumal die meisten Zimmer tatsächlich im Schnitt 380-400€ verlangen und somit mehr als im Budget liegen. Eitelkeiten hinsichtlich etwaiger Stadtteilpräferenzen stelle ich erstmal hinten an. Da ich in Mitte arbeiten werde, sollte das alles schon irgendwie gehen. Tja…. und Wunschvorstellungen, ja, die habe ich zu Genüge, aber auch sie werden wohl meinem innerlichen Druck und der Angst, wohl möglich nicht so schnell fündig zu werden, trotzen müssen.

3er WG mit Kleinkind sucht Mitbewohner – OK. Interessant. Wohnung mit Pärchen und Babygeschrei inklusive? Ich glaub das möchte ich nicht. Aber das scheint kein Einzelfall zu sein. Auch auf meine Announce meldet sich einen Mama und setzt noch einen drauf: Sie, Ende Zwanzig mit 1,5-jährigem Kind und Hund sucht Mitbewohnerin.

Jenseits dessen stoße ich aber auch auf Angebote, welche ich auch nur semi toll finde: Wohnen auf Probe „Du würdest dann erstmal einen 6 Monatigen Vertrag bekommen, dann sehen wir weiter“ – ja, gut. Und welchen Kriterienkatalog sollte ich dann genau erfüllen?

Vollkommen abschreckend finde ich jedoch Ausschreibungen wie diese: Extrovertierter Mittfünfziger sucht Mitbewohner/in – Mitbewohnerin oder devotes Mädchen zum Vergnügen nach Feierabend?

Berlin, Ick liebe dir jetzt schon!

Wenngleich mich Anzeigen wie Letztere wirklich verschrecken, so fände ich es ja fast schon interessant, das Mädchen kennen zu lernen, bei welchem man auf Probe einziehen dürfte. Jedoch ließe das wirklich kein Zeitplan zu, jene WGs ernsthaft zu besichtigen. Ich beschränke mich dann doch auf die „normal“ klingenden Inserate und hoffe nach geschlagenen 50 Anschriften auf genügend positive Resonanz, um nicht doch noch Gefahr zu laufen, schon „Schriftliche Freaks“ kontaktieren zu müssen.

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