MännerLiebelei

TinderDate: Sprachnachrichten.

Hello, It´s a Match!

Tatsächlich hat es mich diesmal ein wenig länger gebraucht, ein neues, interessantes Match zu haben. Und wie ich euch zuvor in einem Artikel über die Berliner Tinder-Welt berichtete, birgt diese ja wahrlich die ein oder andere Eigenart in sich. Und noch viel mehr: Nicht nur komische Klischees werden in der Berliner Tinderwelt bestätigt, auch bestimmte „Profil-Klassiker“ lassen sich in Berlin ausmachen. Da gibt es zum einen die 420er-Bewegung, welche ich aktuell als kleinen Trend im Online-Dating beschreiben würde. Eine wiederum andere Gattung Berlin-typischer Tinderprofile sind meiner Meinung nach Mitarbeiter der Charité.

Richtig gelesen: Das berühmte Krankenhaus der Hauptstadt beschäftigt augenscheinlich diverse Single-Männer. Bislang allerdings waren die Medizin & ich noch kein Match mit Happy End. Nicht mal mit Happy Anfang, denn es gab schlichtweg noch keine Übereinkunft mit einem Mediziner-Single. Bis jetzt.

Tatsächlich habe ich es vor einigen Tagen zustande gebracht, mit einem Charité-Boy zu machten! Und noch mehr, denn schließlich kam es bei dieser Connection sogar zu einem entsprechenden Chat. Nun war ich gespannt: Ob jetzt meine ganz persönliche Marc Meier-Phantasie beginnen würde?

Hm, nicht ganz. Marc Meier war weitaus eloquenter als mein Doktor in Spe. Dieser Mr. Charité schien dem gemeinen Small Talk des Online-Datings nicht ganz gewachsen, denn wir missverstanden uns augenscheinlich mehr, als das wir uns in jenen zehn Wortwechseln verstanden. Was ihn dazu brachte, mir einen Wechsel auf ICQ vorzuschlagen, um mir Sprachnachrichten senden zu können.

Ich hielt es zunächst für einen schlechten Scherz. Gibt es ICQ überhaupt noch? Und falls ja, ist es nicht genauso ausgestorben wie StudiVZ?

Aber das blieben nicht meine einzigen Fragen. Auch konnte ich seinen Wunsch nach Sprachnachrichten nicht wirklich verstehen. Gibt es ernsthaft Männer, die soetwas gerne austauschen? Selbst ich, die insbesondere als Teenie den Rekord im Langzeittelefonieren mit ihren Freundinnen hielt, finde Sprachnachrichten einfach nur grausig. Ich nehme sie nicht gerne auf, höre sie niemals gerne an {vor allem nicht außerhalb meiner Wohnung} und habe vor allem nicht vor, einem fremden Herren selbige zu schicken. Entsprechend kommunizierte ich Mr. Charité meine besorgten Unklarheiten und kratzte augenscheinlich in selbigen Moment die Kurve in unserer Konversation, denn wenngleich er noch einen Moment auf seinem Sprachnachrichten-sind-vielleicht-die-Lösung-Standpunkt verharrte, so entkam ich doch meinem Schicksal und wir blieben bei schriftlicher Konversation. Aber das mit Witz und ohne größere Missverständnisse. Mal schauen, ob wir darauf aufbauen können?!

10 Kommentare zu „TinderDate: Sprachnachrichten.

    1. Ich glaub, bei einem Eis, Bier oder Spaziergang hat sich die noch niemand eingefangen;) Dating bedeutet bei mir primär Treffen, nicht miteinander schlafen. Auch wenn Tinder gemeinhin von vielen so verstanden wird.

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      1. Ich schließe mich an! Ich kriege die auch gerne, verschicke aber selbst nie welche. 😄 aber die Stimme des anderen sagt meiner Meinung nach viel aus und gefällt die mir, gefällt mir dann meist auch der Mann ☺😄

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  1. Liebe Franzi 😀 Irgendwie scheint Tinder der Garten der Freaks zu sein, könnte man meinen. 😀 Zumindest was die Männer betrifft, aber sicherlich gibts da auch freakige Frauen. Und in welchem Jahrhundert lebt er denn bitte mit ICQ? 😀 Der meinte bestimmt WahtsApp, oder ist in der Zeit stecken geblieben. Ich glaube aber, dass man ICQ schon noch benutzen kann, aber das tut eigentlich so gut wie keiner meinr. 😀 Aber das mit den Missverständnissen kann stimmen. Manchmal versteht man beim geschriebenen mehr falsch als wenn man miteinander spricht – da können die Sprachnachrichten von Vorteil sein! Aber ich mach sie auch nicht immer gerne, meine Stimme klingt darüber so quietschig. 😀 Anhören ist allerdings kein Problem. 🙂

    Liebe Grüße

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