Kaffeekolumne

Homemade meets Simon.

Homemade. Eine Bezeichnung, welche nicht perfekter in die Vorweihnachtszeit passen könnte. Somit fügte es sich am Samstag ganz wundervoll, dass Becky und ich genau dieses Café mit Namen „Homemade“ auf der Simon-Dach-Straße passierten und uns direkt eingeladen fühlten, es prompt auszutesten.

Von der Kälte in eine gemütliche Kaffeeoase einzukehren ist schier fabelhaft. Die Hände und Wangen beginnen zu kribbeln und langsam durchfährt einen die wohlige Wärme des Cafés. So war es auch nicht schlimm, dass wir zunächst noch ein wenig Geduld beweisen müssen, um einen Platz zu erhalten. Wie so viele Cafés zur einbrechenden Nachmittagszeit ist auch das Homemade gut gefüllt. Was uns nicht weiter gestört hätte, jedoch ereilte mich während des Wartens ein Flashback. Denn wie auch in Stockholm ist der Herr des Hauses weitaus unentspannter, als es die allgemeine Atmosphäre vermuten ließe.

Während sich mehrere Plätze leeren, werden wir sofort darauf hingewiesen, dass wir doch bitte einen Zweiertisch aufsuchen sollen oder uns vielleicht auch zu einem anderen Paar dazusetzen sollen, da man den Vierertisch bitte auch für vier nutzen wolle. Eine verständliche, jedoch nicht wirklich charmante Geste. Zumal hinsichtlich des aktuellen Besucherstroms vermutlich auch nicht so schnell die Pleite des Cafés droht.

Wir folgen der Anweisung und betrachten sogleich die unglaublich leckere Kuchentheke. Hier wird man seinem Namen überaus gerecht. Was Homemade heißt, sieht auch homemade aus und verlockt zum Ausprobieren. Wir ordern einen Brownie-Kirsch-Cheesecake sowie ein Stück Flopp Jack-Kuchen, hinter welchem sich eine Art Quarkkuchen mit Cranberries und Hafer-Crunchies verbirgt. Zudem sei erwähnt, dass wir vorab sogar eine kleine Kuchen-Kostprobe des Blueberry-Choco-Cheesecakes erhielten. Obendrein wurden ganz klassisch zwei Milchkaffees von uns bestellt.

Was soll man sagen. Was homemade aussieht, schmeckt hier auch homemade und verwöhnt unsere Gaumen. Nur das Herz im Kaffee fehlte mir. Dieser präsentierte sich eher lieblos in seiner viel zu großen Schale. Naja. Ebenfalls war es schade, dass die vermeintlich Gemütlichkeit tatsächlich mehr und mehr einer eher wuseligen Atmosphäre wich, denn auch die Bedienungen waren etwas unentspannt.

Unser Fazit fällt daher nicht ganz so fabelhaft aus, wie es die Kuchen allein betrachtet verdienen würden. Adventszeit, Gemütlichkeit und Homemade müssen ihre Symbiose leider noch finden.

2 Kommentare zu „Homemade meets Simon.

  1. Wärt ihr mal ins Kuchenrausch in der Simon-Dach-Straße gegangen. Die Atmosphäre hatte ich sehr gemütlich und freundlich in Erinnerung . 😉 Kuchenrausch ist vielleicht auch das perfekte Wintermotto! Haha liebe Grüße Luise

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